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Kriegerverein_Zeitlarn_1_Czommer Festzug Bild: © Peter Czommer

100 Jahre Krieger- und Soldatenverein Zeitlarn

3 Minuten Lesezeit (550 Worte)

Zeitlarn. Der Wettergott meinte es gut mit dem KSK. Nach seiner Gründung im Jahre 1921 konnten die Mitglieder am vergangenen Wochenende stolz ihr Jubiläum feiern.

Stolz ist der 1. Vorsitzende August Baier: „Es ist uns gelungen, eine hundertjährige Tradition fortzuführen und diese gleichzeitig an die heutige Zeit anzupassen".Ebenso feierte der Verein 20 Jahre Kapelle „Maria des Friedens". „Wir haben sie als Dank für über 50 Jahre Frieden in unserer Heimat im Jahre 2001 am Fuße des „Bräuberg" errichtet", betonte Festleiter Johannes Mathes. Ein Vortrag „Luftangriffe auf Regensburg" von Peter Scholl leitete am vergangenen Freitagabend das Festprogramm ein.

Am Samstagabend formierte sich der Fahnenzug mit Abordnungen von sechs Ortsvereinen am Zeitlarner Festplatz. An der Kapelle am Bräuberg zelebrierte Pfarrer Josef Schießl mit Gemeindereferentin Manuela Buchhauser die Hl .Messe. Er dankte den Vereinsmitgliedern vor allem für den Bau der Kapelle, sie erinnern damit die Besucher, immer wieder für den Frieden zu werben. "Auch können hier Kinder und Erwachsene innehalten um Frieden und Ruhe zu finden und zu beten".

Nach dem Gottesdienst sprach Bezirksgeschäftsführer Volksbund e.V. Dr. Dario Vidojković Grußworte. Er bedankte sich für den unermüdlichen Einsatz des Vereins mit den ehrenamtlichen Haus- und Straßensammlungen zugunsten des Volksbundes Kriegsgräberfürsorge. Wofür sie bereits mehrfache Auszeichnungen erhielten. Der Krieger und Soldatenverein trägt mit seiner Arbeit maßgeblich dazu bei, die Erinnerung an die Verstorbenen und die Opfer der Kriege, von Terror und Gewalt wach zuhalten, sowie sich ständig für Frieden, Freiheit und Heimat einzusetzen.

Spontan nahm er den Spruch eines Fahnenbandes an der Vereinsfahne auf:"Mortui Vivente Obligante." „Die Toten verpflichten die Lebenden".

Dieser Wunsch ist offenbar sehr groß, die Erinnerungen an die Schrecken der Kriege wach zuhalten und sich für Frieden einzusetzen. Nicht nur bei uns, sondern weltweit. Das bestätigt ein Zitat von Marschall Konstantin Konstantinowitsch Rokossowskij: „Sie lernen nicht die Lebenden zu lieben, wenn Sie nicht die Erinnerung an die Toten bewahren wollen". Er war Oberkommandierender der sowjetischen Verbände bei der legendären „Schlacht am Kursker Bogen".

Nach dem Gottesdienst marschierten die Teilnehmer Richtung Vereinsheim in großer Erwartung des Festabends mit den Ortsvereinen bei guter Unterhaltung durch die Feuerwehrkapelle Zeitlarn.

Am darauffolgenden Tag trafen sich die Kameraden und Kameradinnen am Festplatz zum gemeinsamen Weißwurstfrühstück und erwarteten sechs Fahnenabordnungen benachbarter Vereine. Sie zogen gemeinsam zur Pfarrkirche St. Bartholomäus um die Hl. Messe zu feiern, um sich anschließend bei einem Mittagessen zu stärken.

Zuvor bat Vorstand August Baier um Grußworte. Erste Bürgermeisterin Andrea Dobsch bedankte sich für die ehrenamtlichen Leistungen des Vereins und übergab zur Freude der Vorstandschaft eine Spende zur Unterstützung für die weitere Arbeit. MdB Peter Aumer würdigte das Engagement der Soldaten und Soldatinnen. Sie leisten die dankenswerte Aufgabe, immer an die Werte unserer Demokratie Freiheit, Frieden und Heimat zu erinnern. Richard Drexl, der Präsident des Bayerischen Soldatenbund erinnerte an die Bedeutung des Wortes Kameradschaft. Vom italienischen camere abgeleitet, bedeutet es die Pflege der Gemeinschaft im Kleinen wie im Großen. An die Politiker in Berlin richtete er die Bitte, in Verantwortung für unsere Parlamentsarmee ihre Friedens- und Verteidigungsziele innerhalb Europas und in Bündnissen eigenständiger und selbstbewusster zu artikulieren und zu vertreten.

Der Nachmittag mit Ehrungen bei gemütlichem Beisammensein rundete das Jubiläum ab.

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Vidojikovic an der Kapelle         Bild: © Peter Czommer
Bürgermeisterin übergibt Spende an ersten Vorstand und Festleiter            
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