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corona-Gerd-Altmann-pixabay Symbolbild: © Gerd Altmann, pixabay

41 Infektionen am Dienstag – vier Todesfälle

4 Minuten Lesezeit (767 Worte)

Mit 41 Fällen am Dienstag steigt die Gesamtzahl der Corona-Infektionen auf 7.325. Die Sieben-Tage-Inzidenz, die gestern bei 189,4 lag, steigt laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) und Robert-Koch-Institut (RKI) auf 197,5 und damit um den Wert 8,1. Ob wir morgen über oder erneut unter 200 liegen werden, wagen wir noch nicht vorherzusagen.


Rechtliche Auswirkungen wird das Überschreiten der 200er-Inzidenz nur dann haben, wenn dies an drei aufeinanderfolgenden Tagen geschieht. Dann würde an die Stelle von „Click and Meet" (Einkaufen mit vorheriger Terminvereinbarung) wieder „Click and Collect" (Abholung vorbestellter Waren in Ladengeschäften) treten.

Leider haben wir heute wieder vier Todesfälle zu vermelden, wobei sich eine Tendenz fortsetzt, die wir in unserer Pressemitteilung Nr. 342 vom Sonntag angesprochen hatten: die Personen versterben in jüngerem Lebensalter. Die vier Todesfälle von heute waren Männer im Alter von 56, 60, 60 und 62 Jahren. Acht der zuletzt verstorbenen zehn Personen waren im Alter von 56 bis 65 Jahren.

Wir sind im Rahmen unserer Pressemitteilungen schon mehrmals auf die Frage eingegangen, woher die vielen Infektionen kommen und wo sich die Menschen anstecken. Heute ist uns bei den Ermittlungen zur Infektionsquelle in einem Fall bekanntgeworden, dass eine Person trotz bestehendem Geschmacksverlusts noch eine Woche lang gearbeitet hatte. Die Person ist positiv und der Geschmacksverlust war hier ein Corona-Symptom.

Im St. Andreas Kindergarten in Winklarn befinden sich drei Notgruppen in Quarantäne. Aufgrund der Notbetreuung bei an sich geschlossener Einrichtung waren gruppenübergreifende Kontakte unvermeidbar.

Eine Reihentestung im Pflegeheim Naabresidenz in Schwandorf erbrachte keine neuen Fälle. Es blieb bei 31 positiven Bewohnern und elf positiven Mitarbeitern. Zehn Bewohner gelten bereits wieder als genesen.

Seniorenzentrum Evergreen Maxhütte-Haidhof

Nach Beginn des Ausbruchs am 1. April wurde das betroffene Geschoss zeitnah zur Isolationszone umfunktioniert. 17 Bewohner und fünf Mitarbeiter wurden positiv getestet. Sechs Bewohner befinden sich in stationärer Behandlung. Infolge einer Gesamtreihentestung wurde bekannt, dass auch ein zweites Geschoss betroffen ist. Dieses umfasst einen offenen Bereich mit 14 Bewohnern und den beschützenden Bereich mit 15 Bewohnern. Bis zum 7. April fanden Kontakte unter den Bewohnern des jeweiligen Bereichs uneingeschränkt statt. Seit dem 8. April ist der beschützte Bereich gruppenisoliert und der offene Bereich einzelisoliert. Es besteht ein Besuchsverbot. Gegen das Besuchsverbot hat uns eine Beschwerde erreicht. Das Besuchsverbot ist aber als seuchenhygienische Maßnahme zur Vermeidung der weiteren Ausbreitung dringend notwendig, zumal das Ausmaß des Ausbruchs noch nicht abschließend bewertet werden kann.

Um die Situation für die isolierten Bewohner erträglicher zu machen, findet täglich ein halbstündiger Spaziergang in Einzelbetreuung statt, bei dem das Personal durch persönliche Schutzausrüstung bestmöglich geschützt ist. Die nächste PCR-Reihentestung ist in ca. sechs Tagen geplant. Schnelltests erfolgen täglich. Die Impfquote bei den Bewohnern liegt bei 78 Prozent. Auch ein Teil der Infizierten hatte bereits vor mehreren Wochen die Zweitimpfung erhalten. Weitere Detailauskünfte, die heute von einem Medium bei uns angefragt wurden (Sind tatsächlich alle Heimbewohner geimpft und trotzdem isoliert? Haben einige Heimbewohner vielleicht erst die erste Impfung erhalten, weil sie sich möglicherweise zunächst gegen eine Impfung ausgesprochen, sich dann aber anders entschieden haben? Stimmt es, dass eine Bewohnerin trotz Impfung einen so schweren Verlauf hat, dass sie intensivbehandelt werden muss? Was ist der aktuelle Stand bei den Impfungen des Personals?), verbietet der Datenschutz. Im Übrigen besteht für die Impfung des Pflegepersonals keine Meldepflicht an das Gesundheitsamt.

Wir werden manchmal kritisiert, weil wir zu umfassend Auskunft über Ausbrüche in Heimen oder anderen sozialen Einrichtungen geben würden. Wir nehmen das heutige Beispiel zum Anlass, ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass ein Medium noch wesentlich tiefere Auskünfte von uns erbeten hat, wir aber nicht bereit sind, diesem Verlangen zu entsprechen. Wir müssen damit leben, dass die einen lieber weniger kommuniziert und die anderen noch mehr kommuniziert haben möchten. Mit mittlerweile 347 Pressemitteilungen seit dem 8. März 2020 hoffen wir aber, den richtigen Weg gefunden zu haben. Viele positive Zuschriften bestätigen uns das auch.

Entspannung auf den Intensivstationen in den Krankenhäusern

Die Krankenhäuser im Rettungsdienstbereich haben die Situation gut im Griff und vermelden eine Entspannung bei den Intensivbetten. Im Bereich der Normalbetten war die Belegung mit COVID-Patienten stets beherrschbar. Im Krankenhaus in Schwandorf sind derzeit zwei Isolierstationen und eine eigene weitere Station mit COVID-Patienten belegt.

Gutes Schnelltestangebot im Landkreis

Im Landkreis Schwandorf besteht bereits ein sehr breit aufgestelltes Angebot an Teststellen und Testterminen. Dies ist auch das besondere Verdienst der Hilfsorganisationen BRK und Johanniter sowie der beteiligten Apotheken. Mit einer eigenen Schnelltestlinie im Sepp-Simon-Stadion in Schwandorf wird dieses Testangebot noch weiter verbessert werden. Derzeit werden die letzten noch fehlenden Gerätschaften herbeigeschafft. Wir befinden uns in der Feinabstimmung und werden in Kürze Näheres berichten können. Die Inbetriebnahme wird noch im April erfolgen.

Informationen zu Corona sind in unserer Landkreishomepage unter dem Button „Coronavirus" zusammengefasst.

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