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Lnderbahn-Simulator Jörg Bernklau sitzt erstmals am Lokführer-Simulator. Rechts Länderbahn-Geschäftsführer Wolfgang Pollety und links Ausbildungsleiter Kay Steiner.

Neue Herausforderung bei der Länderbahn

1 Minuten Lesezeit (299 Worte)
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Schwandorf. Die Qualifizierungsoffensive der „Länderbahn" zeigt Wirkung. Am 16. September begannen 20 weitere Bewerber eine Ausbildung für Lokführer und Zugbegleiter am Standort Schwandorf eine neunmonatige Ausbildung. Zu ihnen gehört auch Jörg Bernklau aus Neustadt/WN, der jahrelang Taxi und Lastwagen fuhr und nun eine neue Herausforderung sucht.


Der 43-jährige saß am Montag erstmals vor dem Fahrsimulator und ließ sich von Länderbahn-Geschäftsführer Wolfgang Pollety und Ausbildungsleiter Kay Steiner die Bedienungstechnik zeigen. Zu den Modulen gehören die Grundlagen des Bahnbetriebes zum Erwerb des Triebfahrzeugführerscheins, die Fahrzeugtechnik, die Bremstechnik und die Rangierausbildung. Mindestens 20 Jahre alt und kerngesund muss sein, wer die Chance für eine kostenlose Ausbildung zum Lokführer bekommen will. Als Schulabschluss reicht der Mittelschul-Quali. Momentan befinden sich bei der Länderbahn 70 Anwärter in der Ausbildung.


Warum ist die Personalsituation bei der Bahn so angespannt? Prokurist Steffen Schaller nennt die Gründe: „Wir haben Vollbeschäftigung, die Industrie bietet gute bezahlte Jobs an, und nicht jeder will im Schichtdienst arbeiten". Doch allmählich merkt Steffen Schaller eine Trendwende, bedingt durch den konjunkturellen Abschwung. Arbeitsplätze bei der Länderbahn seien wieder attraktiv geworden, „weil sie zukunftssicher sind und tarifliche Bezahlung garantieren". Auch die Energiewende spiele der Bahn in die Karten.

Sicherheit, Pünktlichkeit, soziale Kompetenz

Ausbildungsleiter Kay Steiner legt bei der Ausbildung Wert auf Sicherheit, Pünktlichkeit und soziale Kompetenz. Der Beruf des Lokführers eigne sich auch für Quereinsteiger und Zuwanderer. Derzeit befinden sich zwölf serbische Anwärter in der Ausbildung. Am Standort Schwandorf bildet die Länderbahn auch Zugbegleiter aus. Hier gilt das Augenmerk dem Service und der Kommunikation mit dem Fahrgast. Auf dem Programm stehen auch Kurse zur Deeskalation und zur Ersten Hilfe.

Das dritte Ausbildungsprofil ist der Beruf des Kundenbetreuers. Hier läuft in Schwandorf gerade eine Qualifizierungsmaßnahme mit 17 Teilnehmern an. Der Schwerpunkt liegt im Bereich Tarifschulung und Fahrgastkommunikation. Auch Sprachkurse in Englisch und Tschechisch werden angeboten.

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