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Sternsinger_2020 In der Marienkirche in Blechhammer sandte Pfarrer Johann Trescher die Sternsinger der Pfarreiengemeinschaft Bodenwöhr, Alten- und Neuenschwand aus. Bild: (c) Ingrid Schieder

Sternsinger solidarisch mit dem Libanon

3 Minuten Lesezeit (510 Worte)

​Bundesweit beteiligen sich die Sternsinger in diesem Jahr an der 62. Aktion Dreikönigssingen. Gemeinsam mit den Trägern der Aktion – dem Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger' und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) – machen die Sternsinger überall in Deutschland darauf aufmerksam, wie wichtig Frieden gerade für Kinder und Jugendliche überall auf der Welt ist. Bei Kriegen und Konflikten sind es vor allem die Jüngsten, die unter den Auswirkungen besonders leiden.

Die Sternsinger zeigen mit ihrem Einsatz auch, dass jeder zu einem friedlichen Miteinander in seinem Umfeld beitragen kann. Ein respektvoller und unvoreingenommener Umgang miteinander macht auch eine Verständigung zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kulturen und Religionen möglich.

„Segen bringen, Segen sein. Frieden! Im Libanon und weltweit!", unter diesem Leitwort steht die Sternsingeraktion 2020. Die Ministranten der Pfarreiengemeinschaft Bodenwöhr-Alten- und Neuenschwand versammelten sich am Freitagmorgen in der Kirche Maria Königin in Blechhammer. In prächtige Gewänder gehüllt und mit Kronen auf den Häuptern hatten sie sich in Sternsinger verwandelt, die durch Pfarrer Johann Trescher offiziell ausgesandt wurden. Insgesamt waren es 35 Sternsinger, die in zehn Gruppen im Ortskern und in die Ortsteile ausschwärmten.

Frieden überall auf der Welt, diesem Wunsch Ausdruck zu verleihen, das war das Anliegen der Sternsinger, als sie von Haus zu Haus zogen. Krieg und Konflikte hinterlassen ihre Spuren, besonders bei Kindern und Jugendlichen. Die gesammelten Spenden werden für Projekte verwendet, die dazu beitragen, diese Auswirkungen zu mildern.

Pfarrer Johann Trescher brachte bei der traditionellen Aussendung den Schülern das Land, um das es heuer schwerpunktmäßig geht, nahe. Der Libanon ist ein Staat, der zum Nahen Osten zählt, im Süden an Israel angrenzt, im Osten und Norden an Syrien, im Westen ans Mittelmeer. Insgesamt hat der Libanon eine Million Flüchtlinge aufgenommen, davon viele Syrer: Ein respektvoller und unvoreingenommener Umgang miteinander macht auch eine Verständigung zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kulturen und Religionen möglich.

Doch wie ist das mit dem Frieden im persönlichen Umfeld? Was kann der Einzelne hierzulande tun, um den Frieden zu bewahren? Nachdenkliche Gesichter antworteten dem Geistlichen, als er sie aufforderte, für sich in der Stille zu überlegen, welche Grundhaltung dem Frieden innewohnt. „Wie möchte ich, dass mit mir umgegangen wird?"

Nicht nur Kinder im Beispielland Libanon werden durch die Sternsingeraktion unterstützt, sondern auch Straßenkinder, Flüchtlingskinder, Aids-Waisen, Kindersoldaten, Mädchen und Jungen, die nicht zur Schule gehen können, denen Wasser und Nahrung fehlen, die unter ausbeuterischen Bedingungen arbeiten müssen oder ohne ein festes Dach über dem Kopf aufwachsen, Kinder in mehr als 100 Ländern der Welt.

Pfarrer Trescher spendete den Sternsingern den kirchlichen Segen, die anschließend mit Sammelbüchsen von Haus zu Haus zogen, um eine Spende für ihre benachteiligten Altersgenossen in aller Welt, zu erbitten. Mit Weihrauch, Segensspruch und dem Anbringen des Schriftzugs „20*C+M+B+20", „Christus Mansionem Benedicat" an den Türen, warben sie unermüdlich für diese Aktion und wünschten abschließend ein frohes neues Jahr.

Erstmals wurde die weltweit größte Solidaritätsaktion, bei der sich Kinder für Kinder in Not engagieren, im Jahr 1959 begonnen. Rund 1,14 Milliarden Euro sammelten die Sternsinger seit dem Aktionsstart, mehr als 74.400 Projekte für benachteiligte Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa wurden in dieser Zeit unterstützt.


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