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Impfung_Covid_Wilfried_Pohnke-pixabay Symbolbild: © Wilfried Pohnke, pixabay

Kurze Vorlaufzeit für Impftermine und zusätzlicher Impfstoff

3 Minuten Lesezeit (508 Worte)

Amberg. Auch über 80-Jährige, die noch keinen Impftermin erhalten haben, müssen sich keine Sorgen machen – Nachfrage von OB Cerny Einleitung


Sie sind über 80 Jahre alt und haben noch keinen Impftermin? „Dann müssen Sie sich keine Sorgen machen", beruhigt der Leiter der beiden Impfzentren in Amberg und Sulzbach-Rosenberg Sebastian Schaller. Seinen Angaben zufolge sind bis dato mehr als 2.000 Menschen im Alter von über 80 Jahren aus der Stadt Amberg und aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach bereits geimpft. Gleichzeitig geht er zum gegenwärtigen Zeitpunkt davon aus, „dass alle über 80-Jährigen bis Mitte März ein Impfangebot erhalten sollten".

Freilich könne es sich dabei nur „um eine grobe Schätzung mit mehreren Unbekannten" handeln, so Schaller gegenüber Oberbürgermeister Michael Cerny, der sich bei ihm nach dem aktuellen Stand in den beiden Impfzentren erkundigt hat. Ein weiterer Grund, weshalb die älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger derzeit noch keine Rückmeldung auf ihre Impfregistrierung erhalten haben, liege in der vergleichsweise kurzen Vorlaufzeit.

„Wir vergeben nur dann Termine, wenn der Zulauf des Impfstoffes auch gesichert ist. Im Moment ist das maximal etwa zehn Tage im Voraus der Fall", erklärt Schaller und weist darauf hin, dass Erstimpfungstermine daher mit einem Vorlauf von einem bis maximal zehn Tagen vergeben werden. Hinzu komme, dass die Staatregierung verstärkte Impfstofflieferungen in Aussicht gestellt hat. „Für das zweite Quartal, also ab April, sind Impfmengen angekündigt, die 8.500 Impfungen pro Woche ermöglichen sollen", so Sebastian Schaller.

Das freilich wäre für den Geschäftsführer des Kreisverbands Amberg-Sulzbach des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) „ein riesiger Fortschritt". Er versichert, dass in der Stadt Amberg und im Landkreis Amberg-Sulzbach bis dahin alle Vorbereitungen getroffen sein werden, diese Impfstoffmengen auch zu verimpfen. Denn sobald die Kapazitäten der beiden Impfzentren nicht mehr ausreichen, ist geplant, mit mobilen Teams verschiedene Außenstellen im Landkreis Amberg-Sulzbach anzufahren und die Bevölkerung direkt vor Ort zu versorgen.

„Unseren Informationen zufolge könnte das bereits im April der Fall sein", freut sich Schaller. Aktuell ist es möglich, jeweils bis zu 300 Impfungen pro Tag in den Impfzentren Amberg und Sulzbach-Rosenberg durchzuführen. „Beide laufen sehr gut. Dafür möchte ich mich beim BRK-Kreisverband, namentlich bei Sebastian Schaller, ganz herzlich bedanken", resümiert Oberbürgermeister Michael Cerny.

Auch auf die Frage des Amberger OB nach dem AstraZeneca-Impfstoff gibt der Leiter des Impfzentrums gerne Auskunft. Demnach ist es nicht möglich, Impfwilligen bei der Terminvereinbarung mitzuteilen, welcher Impfstoff verwendet werden wird. Andererseits sei derzeit aber auch nicht damit zu rechnen, dass für unter 65-jährige eine Terminvereinbarung für etwas anderes als AstraZeneca möglich ist, solange nicht Jedem in Deutschland ein Impfangebot gemacht werden konnte.

„Vor diesem Hintergrund kann ein Warten auf einen mRNA-Impfstoff für diese Altersgruppe durchaus das Warten bis in den Herbst bedeuten", erklärt Schaller und nimmt die Gelegenheit wahr, zu den Bedenken gegenüber AstraZeneca Stellung zu nehmen. Demnach seien die „sogenannten Nebenwirkungen" beim AstraZeneca-Impfstoff bei der Erstimpfung tatsächlich etwas stärker ausgeprägt als bei der Zweitimpfung mit dem BioNTech-Impfstoff, was jedoch keinen Anlass zur Besorgnis gebe. Denn, so Schaller: „Es handelt sich hierbei nicht um Nebenwirkungen, sondern um Impfreaktionen, die deshalb auftreten, weil das Immunsystem hochfährt, um das vom Impfstoff vorgegaukelte Virus zu bekämpfen."

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